Nochmal Köln: Erkenntnisse und jecker Journalismus

Zum Journalismus in diesem Land. Am Mittwoch, als die sexuellen Attacken von Köln und Hamburg und die Ratschläge von Frau Reker ausnahmslos alle Diskussionen bestimmen, überrascht Berlins größte Boulevardzeitung B.Z. mit einer fast gleichen Aufmachung auf Vorder- und Rückseite. Einmal fingiert das Blatt eine Titelzeile zu den Kölner Vorkommnissen, wenn die Recherche allein auf dem Internet gegründet hätte („Angriff der Sex-Horden“ / „Massenvergewaltigungen“ /  „Migranten machen Jagd auf Frauen“). Dann noch einmal die gleiche Aufmachung mit der Titelzeile: „Das sind die Fakten“ („Wir wissen nicht, wer die Täter sind“ / „Es gibt keinen Hinweis, dass es sich um Menschen handelt, die in Köln Unterkunft als Flüchtlinge bezogen haben“ / „90 Anzeigen, Ermittlungen wegen einer Vergewaltigung“).

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Nun scheint auf den ersten Blick die Zeile „Migranten machen Jagd auf Frauen“ nicht wirklich falsch, denn genau dieser Umstand ist doch wohl das, was der Kölner Polizeichef als „Straftaten einer völlig neuen Dimension“ bezeichnete; Trickdiebstahl oder Handtaschenraub meinte er sicherlich nicht. Mehr aber noch irritiert die Verharmlosung der massiven sexuellen Nötigungen, die die B.Z. hinter dem Terminus „90 Anzeigen“ versteckt. Tenor: Keine Vergewaltigung, also nicht so schlimm. Auch der Hinweis, dass ja keinesfalls geklärt sei, ob die Täter tatsächlich in Flüchtlingsheimen lebten, ist nachgerade absurd. Wenn, wie überall zu lesen und von der Polizei bestätigt, die Täter aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum stammen, handelt es sich in jedem Fall um Migranten. Und genau das ist das entscheidende Faktum. Ob sie hingegen irgendeinen Flüchtlings- oder Asylstatus hatten oder erst vor kurzem eingewandert sind, spielt keine Rolle. Sollten die Täter schon länger in Köln leben, wäre das eher ein Grund zu noch größerer Beunruhigung.

Besonders aber verblüfft, wie die B.Z. hier den Fokus verschiebt. Deutschland diskutiert über beispiellose Straftaten von Personen, die offenkundig ein extrem fragwürdiges, mit unseren Werten nicht zu vereinbarendes Frauenbild haben und mit ihren Taten die öffentliche Ordnung massiv bedrohen. Aber für die B.Z. ist Thema des Tages allen Ernstes die Glaubwürdigkeit von Instagram, Twitter und Facebook. Darauf muss man kommen!

Der Chefredakteur der B.Z. ist Peter Huth, gleichzeitig stellvertretender Chefredakteur von BILD. In Hamburg befindet sich die größte BILD-Regionalredaktion, in Köln eine kaum kleinere. Doch keine der Redaktionen, die früher angeblich den Schlag jeder einzelnen Welle von Rhein und Elbe mitbekamen, hatte irgendeine Kenntnis von den Vorgängen am Hauptbahnhof respektive auf der Reeperbahn. Auch BILD berichtete erst drei Tage nach den Ausschreitungen, als in den sozialen Netzwerken schon sehr viel Zutreffendes zu lesen war. Selten zuvor wurden die etablierten Medien so klar von den sogenannten sozialen vorgeführt, kaum je war ihr Versagen so offenkundig. Eine trostlose, überkomplette Niederlage – und kaum ein Anlaß, sich ausgerechnet am Beispiel der Geschehnisse in Köln oder Hamburg über Twitter & Co zu erheben.

Doch scheint niemand aus der Profession befremdet. Auf Facebook, wo Peter Huth (natürlich) die beiden Titelseiten postete, überschlugen sich viele Kollegen vor Bewunderung: „Du hast echt einen Lauf“, „Einfach genial“, „Das ist sowas von gut“, „großartig“. Und Ähnliches mehr. Früher hätte man den Steinewerfer im Glashaus bestenfalls fragend angeguckt; heute werfen die meisten fröhlich mit. Und der Journalismus liegt in Scherben.

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Statt immer nur das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen, sollten viele mit Blick auf Homosexuellen- und Frauenrechte, auf Meinungs- und Religionsfreiheit endlich anfangen, das Existenzrecht der gesamten arabischen Welt zu hinterfragen.

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Hier noch ein besonderer Dank. Denn die skandalösen Übergriffe in Köln machen schlagartig deutlich, was von der jahrzehntelangen Spruchpraxis des Deutschen Presserats zu halten ist. So darf nach dessen Richtlinien bei Straftaten die ethnische Zugehörigkeit des Täters nur dann genannt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Tat steht, also: Bei „Ehrenmorden“ ja, ansonsten meistens nicht. Da Raub, Nötigung, Trickdiebstahl und Vergewaltigung keine Delikte eines spezifischen Kulturkreises sind, dürfte die ethnische Zugehörigkeit der Kölner Täter eigentlich nicht erwähnt werden. Was das für die Glaubwürdigkeit der Presse bedeuten würde, kann man sich ausmalen – weshalb sich auch kein Medium daran hält. Nie wurde die presseschädigende Bevormundung im Sinne politischer Korrektheit durch den Presserat deutlicher als anhand der Vorgänge der Silvesternacht. Daher, liebe arabische und nordafrikanische Migranten: Danke!

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Ob öffentliche Videoüberwachung oder Vorratsdatenspeicherung, ob die Einschränkung von Bank-, Post- und Telefongeheimnis: Wann immer es um die Ausweitung der staatlichen Eingriffsrechte in die „informationelle Selbstbestimmung“ ging, wurde dies von der Politik mit dem Versprechen begründet, die dadurch gewonnene Sicherheit käme allen zugute. Spätestens seit ‚Köln’ weiß man: Alles leeres Gerede. Zwar haben die Deutschen jede Einschränkung ihrer Bürgerrechte bereitwillig akzeptiert, aber dafür bekommen haben sie nichts. Die Einbruchszahlen steigen unablässig, vor fremder terroristischer Bedrohung ist man, das zeigt die Absage von Länderspielen, Radwettbewerben und Karnevalsumzügen, in diesem Land nicht mehr sicher. Und die Silvesternacht machte deutlich: Der Staat hat sein Gewaltmonopol verloren, jederzeit können rechtsfreie Räume entstehen, jeder kann zum Freiwild werden – nicht nur in Köln, sondern auch in Hamburg, Bielefeld, Stuttgart, Frankfurt. Mit einem Wort: überall.

Dennoch sehen viele Politiker selbst ‚nach Köln’ ihr Heil in noch mehr Kameras, in noch mehr Kontrolle. Statt die Ursache des Problems zu diskutieren, nämlich die muslimische Zuwanderung, wollen sie die Folgen bekämpfen. Damit die Gesellschaft ‚bunt’ wird, sollen die Deutschen noch stärkere Überwachung hinnehmen. Der Preis für Multikulti ist der totale Staat. Dass ihre Politik einmal darauf hinausläuft, hätten die GRÜNEN wohl nie vermutet. 

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Köln macht klar: Der Feind steht, in Variation eines berühmten Wortes, nicht rechts, sondern in Mekka. Nicht nur die eher abstrakte terroristische Bedrohung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, auch die ganz konkrete Gefahr für Leib und Leben hat immer häufiger muslimische Wurzeln, und die ungesteuerte, unkontrollierte Einwanderung erhöht jeden Tag den Kreis der Täter und Sympathisanten. Nicht ohne Grund waren Köln, Frankfurt und Hamburg die Hauptorte der Ausschreitungen, nicht ohne Grund finden sämtliche muslimische Zentren immer wieder Erwähnung in den Berichten des Verfassungsschutzes: Solingen, Ulm, Celle, Köln, Hamburg. Doch ist die terroristische Radikalisierung das kleinste Problem. Viel gravierender sind Vorgänge wie zu Silvester, in denen sich offen kriminelle Handlungen mit der völligen Verachtung westlicher Werte mischen, vorgeführt von Hunderten. Was bisher nur in einzelnen Stadtvierteln wie Berlin-Neukölln oder Köln-Chorweiler zum Alltag gehört, eroberte Silvester die Zentren der Städte: Tätliche Angriffe auf westliche Frauen, schwerste Beleidigungen, Verhöhnung des Rechtsstaates. Und nicht minder beunruhigend sind die jetzt bekannt gewordenen Polizeiberichte von bereits fest etablierten kriminellen Gesellschaften. Allein in Düsseldorf, so der Ermittlungsbericht ‚Casablanca’, soll eine Bande von rund 2500 Nordafrikanern seit Monaten die Gegend um den Bahnhof unsicher machen. Insofern hat ‚Köln’ auch sein Gutes: Lautete bisher der öffentliche Gemeinplatz, dass nur die Dschihadisten böse, alle anderen Muslime aber nett und friedlich seien, erkennen nun immer mehr, dass nicht nur die Dschihadisten das Problem sind, sondern die Muslime selbst – und zwar eben wegen ihrer muslimischen, verfassungs- und frauenfeindlichen Überzeugungen.

Doch weder Politik noch Medien wollen dieses Thema anfassen. Der weiße Elefant steht trompetend im Raum, aber man stellt sich blind und taub. Tatsächlich war bereits zu lesen, Köln sei Ausdruck der „generellen Gewalt gegen Frauen“, oder dass es auf Schützenfesten ebenfalls zu sexuellen Übergriffen käme. Dabei kennt weder die chinesische, orthodoxe, karibische oder westliche Welt solch frauenverachtenden Zusammenrottungen – und schon gar nicht in aller Öffentlichkeit. In der muslimischen Welt, so nicht nur Sonja Zekri in der Süddeutschen, sind sie dagegen allgegenwärtig, verankert in einem Glauben, der Frauen als untertan begreift – und der hierzulande in Moscheen gepredigt und von vielen saudisch finanzierten Organisationen befördert wird.

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Justizminister Heiko Maas hält die Ausweisung der Täter von Köln für möglich. Dass dies tatsächlich geschieht, glaubt vermutlich nicht einmal er selbst. Denn allenfalls ein Bruchteil der Täter ist zu ermitteln und zu überführen. Zudem ist bei vielen die Staatsangehörigkeit gar nicht bekannt, oder sie kommen tatsächlich aus Ländern, in denen sie verfolgt werden. Und schließlich weigern sich viele Herkunftsländer, ihre Leute zurückzunehmen – wie in Afghanistan gerade geschehen.

Ein Ausweg wäre, mit irgendeinem Drittland ein Abkommen zu treffen, sei es in Afrika, der Karibik oder der Mongolei. Jeder, der hier das Gastrecht mißbraucht, wird dorthin abgeschoben, unabhängig von seiner Staatsangehörigkeit. Rechtsmittel gegen die Abschiebung können nur vom neuen Gastland aus eingelegt werden, das den Neubürger zur Deckung der Verfahrenskosten zwangsweise beschäftigen darf. Zusichern müsste es allerdings, dass der Abgeschobene das Land fünf Jahre nicht verlässt, aber auch nicht verfolgt wird. Im Gegenzug gibt’s Entwicklungshilfe, die hierfür wirklich sinnvoll wäre. Dass keiner der Abgeschobenen Deutschland je wieder betreten darf, versteht sich von selbst.

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Ein amerikanischer Freund, mit den seelischen Befindlichkeiten der Deutschen bestens vertraut, schreibt mir: „Wenn ihr wirklich ungebildete Leute ins Land holen wollt, warum nehmt ihr nicht unsere schwarze Unterschicht? Sie ist in den Wurzeln christlich, jedoch ebenso faul, träge, bildungsfern und jeder Eigenleistung gegenüber skeptisch wie viele Afrikaner und Araber. Andererseits bieten ihre Angehörigen mehr „fun“ als die tendenziell humorfreien und hyperventilierenden Muslime, sehen oft besser aus, sind sexuell deutlich aufgeschlossener. Zudem haben sie den unschätzbaren Vorteil, die Nachkommen der Opfer von Imperialismus und Sklavenhandel zu sein. Jedem Linken müsste also das Herz aufgehen. Das Beste aber: ‚Deutschland schafft sich ab’ ist auch mit jenen möglich.“ Nur der fröhlichste Zynismus bietet noch solche Perlen!