Männerstreik: Akademisierung als Liebestöter

In Zusammenhang mit dem syrischen Mädchen Hala, in meinem letzten Eintrag erwähnt, schreibt ein Leser: „Auffällig ist, wie muslimische Eltern auf den Tod ihrer Töchter reagieren. Sind jene durch Krieg, Unfälle, Erdbeben ums Leben gekommen, herrscht demonstratives Gejammer. Dagegen zeigen sie keinerlei Regung, wenn sie ihre Tochter eigenhändig getötet haben, weil jene kein Kopftuch trug, den Falschen liebte, allein aus dem Haus gegangen ist.“

Zu ergänzen ist eine dritte Reaktion: Der ekstatische, von Angehörigen und Nachbarn geteilte Jubel, wenn die minderjährige Tochter bei ihrem Tod noch mehrere Israelis mitriß. Dann herrscht eitel Sonnenschein, nicht nur über die von der EU mitfinanzierte „Märtyrer“-Rente, die richtig Mörderrente heißen muss. Ein reizendes Völkchen.

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Zur causa Tellkamp eine Anekdote, die Siegfried Unseld öfter erzählt haben soll: Dessen Vorgänger Peter Suhrkamp, Gründer des Verlages, habe einst den Brief eines Lektors korrigiert, der einen Autor loben wollte. Man habe nicht das Recht zum Lob; denn dadurch fordere man auch das Recht zum Tadel.

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Bei Freunden. Der Sohn, 22, kommt ins Zimmer, abgekämpft, glücklich. Gerade haben er und seine Mannschaft in letzter Sekunde ein Hockeyspiel gewonnen. Man spürt noch die Ekstase, den Jubel, die Lust an Wettkampf und Sieg. Freundliches Hallo, kurzer Bericht über Spiel und Triumph, dann entschuldigt er sich: Er müsse sich auf die morgige Vorlesung vorbereiten. Die Frage seiner Mutter, was aus dem hübschen Mädchen geworden sei, mit dem sie ihn kürzlich in der Stadt getroffen habe, beantwortet er schon im Gehen: „Sie wollte mit mir Germany’s Next Top-Modell sehen. Das war’s dann!“ Ein kluger Mann.

Tatsächlich gab es schon zu meiner Studienzeit einen Katalog frauenspezifischer Warnschilder, die jeden, der bei Sinnen war, sofort das Weite suchen ließen: Stofftiere. Exzentrisch gefärbte Haare. Psycholektüre. Ob auch Katzen dazuzurechnen seien, war beliebtes Thema beim sonntäglichen Kick. Die meisten hielten Katzen für den Ausdruck der soziopathischen Einstellung ihrer Besitzerinnen: Alles vom Versorger erwarten, nämlich Ansprache, Futter, Streicheleinheiten und Beseitigung des Drecks; aber nichts zurückgeben und immer auf Unabhängigkeit pochen. Heute gibt es, wie eben GNTM, noch weitere Gefahrgut-Zeichen. Dass viele Frauen keinen Partner finden, ist wenig überraschend.

Eben darüber hat die Amerikanerin Helen Smith ein Buch geschrieben. „Männerstreik“ (Edition Sonderwege) geht der Frage nach, warum 70% der amerikanischen, 60% der deutschen Männer im heiratsfähigen Alter nicht mehr bereit sind, den Katzenvater zu geben. Schon in der Ausbildung, so die Entwicklung in den USA, verabschiedeten sich viele Männer von höheren Ambitionen. Und das nicht aus intellektuellen Gründen, wie oft behauptet. Vielmehr würden sich auch Hochbegabte von College und Universität abwenden, weil sie die dortige Mischung aus Diskriminierungshysterie, Gender-Gefasel und feministisch manipulierten Leistungsprüfungen abstoße. Für Männer, die sich messen und besser sein wollten als ihre Konkurrenten, sei die heutige Universität längst ein lebensfeindliches Biotop; und der dort vorherrschende Frauentypus unter Aspekten der Familiengründung keine Verlockung. Anders als viele Akademikerinnen meinen, wirken intellektuelle Selbstüberschätzung, Veganismus plus Hypermoral nicht gerade anziehend. Warum also einen hochkompetitiven Job als Anwalt, Manager oder Broker anstreben, warum 70 Stunden und mehr pro Woche arbeiten, wenn der Lohn im Permanenz-Gejammer der Ehefrau liegt, die sich selbst als zu qualifiziert betrachtet, um ‚nur’ Kinder aufzuziehen? Nicht wenige Amerikaner würden daher der College-Ausbildung Lebwohl sagen und sich Handwerksberufen zuwenden – einem der letzten Refugien des reinen Leistungsgedankens.

Zudem hätte sich, so Smith, in den letzten Jahrzehnten auch rechtlich die Situation deutlich zulasten der Männer verschoben. Gegenüber behaupteten Sexualdelikten sei die Unschuldsvermutung so gut wie abgeschafft, einvernehmlicher Sex könne auch im nachhinein von der Frau als ungewollt deklariert werden, und bei der Jobsuche hätten weiße Männer aus Gründen der ‚positiven Diskriminierung’ bei allen öffentlichen oder ihnen nahen Arbeitgebern keine Chance. Hinzu komme die systematische Benachteiligung von Männern beim Unterhalts- wie Sorgerecht sowie die Gefahr, im Falle der Scheidung mit Vorwürfen des Kindesmißbrauchs überzogen zu werden – ein im übrigen auch in Deutschland nicht seltenes, für Frauen allerdings gefahrloses Phänomen. Nach einer Studie des bayrischen Landeskriminalamts werde in solchen Fällen so gut wie nie ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung eröffnet.

Die Ausführungen von Helen Smith sind lesenswert. Doch den Höhepunkt des Buches bildet der brillante, knapp 70-seitige Essay von Thomas Hoof. Seiner Ansicht nach ist der Feminismus eine Blüte des petrolischen Zeitalters, der fast unbegrenzten Verfügbarkeit von Energie – und mit ihm werde sie auch verblühen. Erst die energetische Exploitation der Welt, erdacht und umgesetzt allein von Männern, schuf für Frauen die Möglichkeit, sich von Versorger und Beschützer zu lösen. Wo es keinen Überfluß an Energie gibt, wo noch Holz gesammelt oder Kohle geschürft werden muss, gibt es auch heute keinen Feminismus. Insofern ist die Emanzipation der Frau vom Weibe, später dann irrigerweise auch vom Mann, eine Frage billigen Erdöls. Wenn Grüne so CO2-bewusst leben wollen, wie sie oft propagieren, werden sie sich mit dem Patriarchat abfinden müssen.

Um der so lohnenden wie amüsanten Lektüre nicht vorzugreifen, hier lediglich drei längere Zitate, die Duktus und Richtung zeigen. Dass Hoof zudem den schönen, leider aus der Mode gekommenen Begriff des Bekakelns reanimiert, sei ihm hier gedankt.

Die schlichteste Feststellung, dass die männliche Überlegenheit selbstverständlich auch bei intellektuellen Leistungen gegeben sei, provoziert regelmäßig die entsetzte Antwort: „Aber hallo, wir sind im 21. Jahrhundert!“ – so als entscheide das Datum, an dem eine empirisch gewonnene Erkenntnis betrachtet wird, über ihre Richtigkeit. Es handelt sich hier um ein Urteil aus den denkbar umfangreichsten Erfahrungsdaten: Der gesamten Menschheitsgeschichte. Alle erwähnenswerte technischen, wissenschaftlichen, philosophischen, literarischen und musikalischen Leistungen kamen von Männern. Der australische Philosoph David Stove hat vollkommen recht, wenn er sagt, dass es bei so umfangreichen Material völlig legitim sei, von den Leistungen auf die Leistungsfähigkeit zu schließen. Das aber heißt: Hochbegabung ist männlich. Hochleistung ist männlich.

Eine der seltsamsten Schrullen der genderistischen Propaganda ist die stehende Rede von der höheren „Teamfähigkeit“ der Frauen, die, wohlgemerkt, behauptet wird gegenüber dem Geschlecht, das der „Mannschaft“ den Namen gab und seit Ewigkeiten darin geübt ist, sich in Kampf- und Jagdgruppen, Scharen, Schwärmen und Horden temporär zusammenzuschließen.

Bei den Einkünften aus selbständiger Arbeit unterschreiten die durchschnittlichen Brutto-Monatseinkommen von Frauen diejenigen von Männern um 42%. Niedergelassene Ärztinnen haben seit 20 Jahren stabil nur etwa sechzig Prozent des Einkommens ihrer männlichen Kollegen. (…) Deutlich wird: Wo Frauen beruflich nicht unter der Patronage eines Tarifvertrages oder firmeninterner „Grundsätze zur geschlechtergerechten Gehaltsgestaltung“ stehen, sondern ihr Einkommen in eigener Verantwortung und gegen Leistungsmessung erzielen müssen, fallen sie in eine Lücke, die weit tiefer ist als der vielbeklagte „Gender Pay Gap“ bei den Lohneinkommen…

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Zur Diskriminierung von Frauen bei der Entlohnung lieferte die vorletzte Sendung von ‚37°c’ ein schönes Beispiel: Janine, eine freundliche, eindrucksvolle Person, ist als Müllwerkerin tätig. Ein Knochenjob, und gelegentlich, so berichten lachend die Kollegen, müssten sie helfend einspringen, wenn die Mülltonnen zu schwer seien. Die Doku lässt das unkommentiert, tatsächlich hätten die Redakteure hier einhaken müssen. Würde man andernorts jemanden einstellen, der seinen Job nicht hundertprozentig stemmen kann? Kaum. Auch die Forderung „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ kommt hier vermutlich nicht zur Anwendung, Kürzungen muss Janine nicht fürchten. Ungleichbehandlung im Namen der Gleichheit.

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Der Holocaust war gar nicht Konsequenz einer bösartigen Ideologie der Weltherrschaft und Vernichtung; es waren sechs Millionen Einzelfälle.

 

Philogyne: Tod als Glück

Während sie die Genderisierung des Deutschlandliedes anmahnt, stellt sich für die Gleichstellungsbeauftragte der Regierung ein neues Problem: „Mit Maas“, so ein Nutzer auf Facebook, „hat es ausgerechnet ein Mann in die Nationalhymne geschafft.“

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Die zehnjährige Hala ist in Syrien laut BILD ein Opfer des Krieges geworden. Das ist traurig, und das um so mehr, als sie nach Ansicht des Propheten und seiner Nachfolger schon im heiratsfähigen Alter war. Sofern sie beschnitten wurde, war das aus Sicht der Eltern eine sinnlose Investition.

Das mag zynisch klingen, zeigt aber allein die Abgründe einer Ekelkultur. Und es zeigt die Verlogenheit der hiesigen Presse, die immer noch Assad bekämpft. Denn es sind gerade die radikalislamischen Aufständischen, die ein Mädchen wie Hala behandeln würden wie oben beschrieben. Sollte sie Christin oder Jüdin sein, hätte ihr noch Schlimmeres gedroht: Vergewaltigung, Sex-Sklaverei und sonstige Folter.

Noch dazu: Darf man eigentlich heute noch sagen, dass der Tod, sei es auch durch eine Bombe, die gnädigere Lösung war? Heute hört man diesen Trost nur noch beim Hinscheiden schwerkranker Menschen; früher, als das Leben hart und die Kindersterblichkeit hoch war, war er eine Standardformel bei vielen Beerdigungen, angelehnt an das berühmte Wort von Menander: „Wen die Götter lieben…“  

Insofern scheint Allah ein Einsehen gehabt zu haben. Auch er hat seine freundlichen Momente. Der lebenslangen Ausbeutung und Misshandlung, die Frauen im geschlechtlichen Apartheitsregime des Islam zu gewärtigen haben, ist Hala so entgangen. Friede ihrer Seele.

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Ein befreundeter Staatsanwalt: „Der einzige dauerhafte Kontakt vieler Muslime zur Mehrheitsgesellschaft ist der Strafrichter.“

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Alles schwieg. Ich überlegte während der Rede: was von Kapp zu halten ist, hast du mit Deinen Eltern im Briefwechsel und vorher mündlich seit den Tagen der Vaterlandspartei oft genug durchgesprochen. Also kannst Du nicht mitmachen. Sagst Du aber Nein, so ist deines Verbleibens in der Truppe nicht länger; damit entscheidest du dann auch, ob du Offizier werden oder studieren willst. Und du musst es jetzt tun.

Ich trat vor. Alles schwieg. Der Oberst sah mich an. „Sie sind gegen Kapp und sein Unternehmen?“

„Jawohl, Herr Oberst.“ „Warum?“ „Weil ich es für eine Dummheit halte.“

Alles schwieg und starrte mich an. Der Oberst auch. Dann räusperte er sich: „Sie wünschen also Ihre Entlassung?“ „Jawohl, Herr Oberst.“ Er wandte sich an den Spieß. „Der Mann erhält sofort seine Papiere: Entlassung auf eigenen Wunsch.“ Dann wandte er sich zu mir: „Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit.“ Ich machte kehrt und trat ins Glied zurück. Niemand sagte etwas. Noch am selben Vormittag erhielt ich meine Papiere, und am selben Abende war ich wieder zu Hause. 

(Aus Friedrich Hielscher „50 Jahre unter Deutschen“. Für den Hinweis Dank an CG)

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Warum schweigt der Feminismus so beharrlich zur Frauenfeindlichkeit des Islam? Meine Vermutung: Viele Feministinnen erkennen die Parallelen. Hier wie dort geht es um Geschlechtertrennung, ob beim Beten, in Fitnessclubs oder den „safe spaces“ der Unis; und hier wie dort um Abwertung des anderen Geschlechts, um Unterdrückung und Macht.

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Ein beliebter Topos linker Strafverteidiger war immer die „Schuld der Gesellschaft“. Bei den Verbrechen durch illegale, willkommensbejubelte Migranten ist diese Schuld tatsächlich gegeben.

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Abendessen bei Freunden. Ein Paar erzählt, die Tochter studiere Komposition und Musikwissenschaften, der Sohn Soziologie und Philosophie. Meine Frage, was ein ‚fertiger’ Philosoph, eine ‚fertige’ Musikwissenschaftlerin verdiene, führt zu sichtbaren Verlegenheiten: Das lasse sich so nicht sagen, hinge vom Bundesland ab, und ohnehin sei ein Job in diesem Bereich kaum zu bekommen. Am Ende, nach wiederholter Nachfrage: „Wenn man denn eine halbe Stelle bekommt, hat man rund 1.000 bis 1.300 Euro brutto. Vielleicht, mit Glück.“

Eine Familie lässt sich davon nicht ernähren, kaum eine Wohnung in besserer Lage finanzieren, von Alterssicherung ganz zu schweigen. Schon mit der Studienwahl ist so der Weg in die Armut angelegt – und die Eltern, das zeigt ihr Herumdrucksen, wissen es. Aber statt die Kinder zu einer Ausbildung zu bewegen, die das leistet, was jede Ausbildung leisten sollte, nämlich die finanzielle und persönliche Selbständigkeit zu ermöglichen, lässt man den Nachwuchs ins Unheil laufen. Altersarmut ist nicht nur eine Sache verfehlter Rentenpolitik, sondern auch dem Versagen der Eltern geschuldet.

Beim gleichen Essen die Frage, warum bei der Kölner Silvesternacht 2015 die deutschen Männer ihre Frauen nicht verteidigt hätten. Kommentar einer der Gäste: „Die Männer werden sich gedacht haben: Mein Körper gehört mir!“

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Eine Chinesin mit guten, aber nicht ganz sattelfesten Deutschkenntnissen empört sich auf Facebook. Arbeitsbedingungen in China seien in hiesigen Medien häufig ein Thema, kaum aber die skandalöse Verwahrlosung der deutschen Hauptstadt. Überall Obdachlose, Dreck, rechtsfreie Viertel. Ihr wundervolles Fazit: „Der Fisch stinkt im Topf!“ (Mit Dank an EF)